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Wichtige Schritte zur Digitalisierung

Veröffentlicht am 30. Januar 2018 in den Kategorien Geschäftsentwicklung, Trends

Es gibt immer noch viele Anlagen- und Maschinenbauer, die bei dem Thema Industrie 4.0 Klärungsbedarf sehen. Sie fragen sich, ob das ganze Thema nur eine einfache Marketingkampagne von der IT-Industrie ist und ob ihre Kunden bei diesem Thema überhaupt mitziehen. Welche konkreten Vorteile entstehen im Detail durch die Digitalisierung und die Maschinenvernetzung? Was haben die Unternehmen und deren Kunden auf lange Sicht davon?

In 7 Schritten für die Industrie 4.0 vorbereitet sein

Am einfachsten gelingt der Start in die digitale Welt der Industrie 4.0 für den Maschinenbauer im Servicebereich. Durch die Servicevernetzung profitieren die Beteiligten sofort von ersten Ergebnissen. Die Vernetzung lässt sich ohne größeren Aufwand in alle bestehenden Prozesse einbinden. Maschinenhersteller, die ihr eigenes Servicegeschäft Schritt für Schritt digitalisieren und vernetzen helfen ihren Kunden zuverlässig bei der Erhöhung der Produktionseffizienz. Dadurch werden die Unternehmen selbst zu einem Industrie 4.0 Lösungspartner.

 

Welche Schritte sollten Sie als Maschinenhersteller bei der Digitalisierung berücksichtigen?

1. Schritt - Ziele und Vorteile einer Maschinenvernetzung definieren

Hat sich ein Unternehmen von dem großen Potenzial der Maschinenvernetzung überzeugt, sollte es sich zunächst einmal überlegen, weshalb es die Kundenbeziehungen digitalisieren und seine Maschinen vernetzen möchte. Was genau ist das endgültige Ziel und von welchen Vorteilen profitieren die Kunden anschließend? Dieser 1. wichtige Schritt wird von einigen Unternehmen übergangen. Dabei ist es an dieser Stelle besonders wichtig, zuerst ein Verständnis und eine interne Basis für die Maschinenvernetzung zu schaffen. Sind die Ziele in diesem 1. Schritt in Richtung Industrie 4.0 gesteckt, kann der Maschinenhersteller sich mit allen Kunden und Maschinen vernetzen. Der Remote Service ist für diesen 1. wichtigen Schritt sicherlich nicht gleich die endgültige Strategie, bietet aber ein gutes Tool, um die Vernetzung voran zu treiben.

2. Schritt – Alle relevanten Abteilungen mit einbeziehen

Nach dem für viele Unternehmen etwas schwierigen ersten Schritt, folgt der nächste Schritt in Richtung Industrie 4.0. Der 2. Schritt führt im Unternehmen unweigerlich zur Bildung von interdisziplinären Projektgruppen. Die verschiedenen Unternehmensbereiche und Abteilungen, wie beispielsweise die IT-Abteilung, die Elektrokonstruktion, die Serviceleitung, der Vertrieb, das Marketing und die Chefetage sollten beim Thema Digitalisierung gemeinsam an einem Strick ziehen. Die Beteiligten sollten Industrie 4.0 auf keinen Fall nur mit dem Servicebereich verknüpfen. Selbstverständlich zieht der Servicebereich aus der Maschinenvernetzung und Digitalisierung vor allem in der Anfangszeit einen großen Profit. Dennoch ist es langfristig sinnvoll, alle verschiedenen Bereiche des Unternehmens mit einzubeziehen. Ist dies der Fall, dann können die Abteilungen gemeinsam an einem Umsetzungsplan für die Praxis arbeiten.

3. Schritt – In einer ausführlichen Testphase Vertrauen schaffen

Sobald die verschiedenen Abteilungen gemeinsam einen Umsetzungsplan ausgearbeitet haben, können die ersten Praxiserfahrungen gesammelt werden. Die Maschinenvernetzung lässt sich zu diesem Zweck am besten in Form von kleinen Pilotprojekten ausführlich und effektiv testen. Durch diese kleinen Pilotprojekte profitieren die Beteiligten von einer gesteigerten Motivation. Die positiven Auswirkungen durch die Umstellung auf Industrie 4.0 sind im Rahmen solcher kleinen Projekte sofort ersichtlich. Ein Pilotprojekt sorgt in den internen Bereichen des Maschinenherstellers für Vertrauen und kommt vor allem bei den Mitarbeitern des Vertriebs gut an. Dieser muss selbstverständlich im Hinblick auf neue digitale Produkte, die sich aus der Vernetzung ergeben können geschult werden. Schließlich ist es hilfreich, wenn Vertriebsmitarbeiter später gegenüber den Kunden überzeugend auftreten und kleinere Erklärungen zu digitalen Produkten geben können. Im Rahmen dieses Test- und Trainings-Prozesses sollten alle Hindernisse auf dem Weg zu einer vollständigen Maschinenvernetzung und Industrie 4.0 beseitigt werden. Zusätzlich hilft ein Pilotprojekt dabei, dass die Beteiligten ihre Angst vor dem Neuen verlieren und erste Erfahrungen sammeln.

4. Schritt – Langfristigen Erfolg durch optimale Vernetzungsstrategie sichern

Im Anschluss an die ausführlichen Praxistests und Pilotprojekte können Ziele und Visionen noch einmal angepasst und eine langfristige Unternehmensstrategie im Bereich Digitalisierung festgelegt werden. Auf einem Strategiepapier definieren die Beteiligten den Mehrwert für das gesamte Unternehmen und das endgültige Ziel der Maschinenvernetzung. Diese Strategie gibt zudem vor, ab wann und welche Kunden im Service digital betreut werden sollen. Zusätzlich wird innerhalb der Vernetzungsstrategie vorgegeben, inwieweit sich die Kunden an den zukünftigen Kosten der Maschinenvernetzung beteiligen sollen – welches Preismodell also hinter den neuen digitalen Produkten stehen soll.

5. Schritt - Vorbereitung auf Industrie 4.0 im Unternehmen

Das Change Management (Veränderungsmanagement) ist ein essentieller Teil der Vorbereitung auf die Digitalisierung innerhalb des Unternehmens. Es müssen Verhaltensweisen und Wahrheiten, die viele jahrzehntelang gültig waren, durch neue ersetzt werden. Bei Maschinenvernetzung und Industrie 4.0 wird nicht nur einfach eine neue Technik eingeführt. Vielmehr geht es im Unternehmen um den durchzuführenden Wandel von einem klassischen Produktanbieter zu einem modernen, digital aufgestellten Lösungsanbieter. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das gesamte Management des Unternehmens gemeinsam an einem Strang zieht. Dies trifft insbesondere auf die Abteilungen Service und Vertrieb zu, denn auch alle Vertretungen und Niederlassungen benötigen im Hinblick auf die Umstellung Unterstützung. Zusätzlich ist es von größter Wichtigkeit, dass eine gemeinsame und klare Kommunikation gegenüber den Kunden des Unternehmens vereinbart wird.

6. Schritt – Über die Maschinen mit den Kunden vernetzen

In der Regel hat ein mittelständisches Maschinenbau-Unternehmen, zwischen 100 oder mehreren 1.000 Kunden. Alleine auf die große Masse an Kunden bezogen ist es eine riesige Herausforderung für die Organisation, die kompletten Kommunikationskanäle zum Kunden zu digitalisieren. Beispielsweise könnte ein Unternehmen einen zeitlichen Aufwand von 3 Monaten benötigen, um sich mit nur einem Kunden und seinen Maschinen zu vernetzen. Hat dieses Unternehmen 100 solcher Kunden, brächte eine Maschinenvernetzung einen zeitlichen Aufwand von rund 25 Jahren mit sich. Eine solche Zeitspanne ist eindeutig zu langwierig und in der Regel deutlich zu kostenintensiv. Glücklicherweise stehen den Unternehmen moderne Praxisbeispiele und effiziente Digitalisierungstools zur Verfügung. Diese beweisen immer wieder, dass eine Umsetzung von Industrie 4.0 nicht viel Zeitaufwand und Kosten verursachen muss.

7. Schritt - Anpassen und Lernen

Die vollständige Digitalisierung der Hand in Hand greifenden Prozesse zwischen den Herstellern der Maschinen und den Maschinenbetreibern ist immer noch ein Lernfeld. Die bisherige Vernetzungserfahrung in der Branche beschränkt sich meistens auf die proprietären Teleservice-Verbindungen. Leider sind diese Verbindungen für die moderne Industrie 4.0 nicht zu 100 % geeignet und nicht ganz zielführend. Im Rahmen eines schrittweisen Vorgehens, welches zum Beispiel mit dem modernen Remote Service begonnen wird, verpassen die beteiligten Unternehmen nicht den Anschluss und kommen Schritt für Schritt bei der Maschinenvernetzung voran. Besonders in letzter Zeit geht der Trend in der Digitalisierung dazu über, dass nicht mehr nur einige Maschinen, sondern ganze Produktionswerke vernetzt werden. Somit hat der Maschinenbetreiber den größten Nutzen von der Vernetzung.

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